Montag, 12. August 2013

Louis Jensen - "33 cent um ein Leben zu retten"

























Nur 33 Cent werden benötigt, um ein afrikanisches Kind einen Tag zu sättigen. Warum ist es dann so schwer, zu helfen? Warum schaut niemand hin und warum hilft kaum jemand? Sind wir alle so abgestumpft, dass uns das Leben der anderen nicht interessiert, oder ist es doch nicht so einfach, ein Leben zu retten? Der namenlose Erzähler beschließt, diese Fragen zu beantworten und die Rettung der afrikanischen Kinder selbst in die Hand zu nehmen. Er geht nun nur noch jeden zweiten Tag zu Schule, jobbt dafür im Supermarkt und stiehlt von den Reichen, um den Armen zu geben. Bis irgendwann alles aus dem Ruder läuft ...






"33 Cent um ein Leben zu retten" ist ein schmales Buch mit großer Schrift und kurzen Kapiteln. Würde man den Wert an der Anzahl der gedruckten Worte messen, müsste man wohl sagen, dass es kaum Inhalt hat. Mit den wenigen Worten trägt der Autor aber viel mehr Gedankengut und Gründe zum Nachdenken an den Leser weiter, als es so manch anderes Buch auf 1000 Seiten schafft. Der Stil ist gewöhnungsbedürftig und für meinen Geschmack auch nicht gerade schön. Man holpert durch eine wilde Geschichte, weiß nicht so recht ob man ein Kinderbuch, eine Gesellschaftskritik oder doch etwas ganz anderes liest und merkt nach dem Weglegen, dass der Inhalt einen doch noch Tage später beschäftigt.

Die einzelnen Kapitel sind sehr, sehr kurz und der Inhalt ist oft recht wirr, da immer wieder scheinbar zusammenhanglose Dinge in einen Topf geworfen werden. Der Erzähler wiederholt sich oft und scheint manchmal nicht fähig, auch nur einen vollständigen Satz zu sagen. Der Protagonist, aus dessen Sicht dich Geschichte geschrieben ist, hat das Alter arbeiten zu gehen und ist teilweise recht selbstständig und doch habe ich sprachlich das Gefühl der Geschichte eines neunjährigen zu folgen. Stilistisch muss ich also für mich das Fazit "Totale Katastrophe" ziehen. 

Inhaltlich habe ich mir ehrlich gesagt auch etwas mehr erhofft. Der Protagonist verrennt sich gnadenlos, hört auf niemanden, was wohl auch daran liegt, dass er mit niemandem spricht. Die Story wirkt ziemlich an den Haaren herbei gezogen, aber ich mag noch immer den Grundgedanken und den Sinn, der dahinter steckt. Wir verschließen die Augen vor dem Elend, statt einfach zu helfen. Aber ist es denn so einfach? Reicht es wirklich, 33 Cent nach Afrika zu schicken, um ein Leben zu retten, oder bedarf es da noch vieler anderer Dinge? Der Roman regt auf jeden Fall dazu an, über das Ganze nachzudenken und gerade da er so dünn ist, empfehle ich es jedem, ihn als kurze Lektüre dazwischen zu schieben. Trotz der stilistischen und erzählerischen Schwächen hat er es geschafft, mich am Ball zu halten und am Ende vielleicht gerade dadurch genau das getan, was der Autor wohl erreichen wollte: Die Geschichte bleibt im Gedächtnis und die Botschaft damit auch. Da mich der Stil aber einfach zu sehr verwirrt und auch von der eigentlichen Geschichte abgelenkt hat, reicht es leider nicht für die volle Punktzahl.



Verlag: Hanser
Seiten: 160
ISBN: 978-3446241770
Preis: 12,90 € (Softcover)
Erscheinungsdatum: 28. Januar 2013 



 

Mittwoch, 7. August 2013

Markus Zusak - "Die Bücherdiebin"

























Im Jahr 1939 wird die neunjährige Liesl das erste Mal mit dem Tod konfrontiert, als sie ihren kleinen Bruder beerdigen muss. An seinem Grab stiehlt sie ihr erstes Buch und wird fortan vom Tod persönlich als die kleine Bücherdiebin bezeichnet. Sie wird zu einer fremden Familie gebracht, die von nun an auf sie aufpasst und ihr neuer Vater bringt ihr nicht nur das Lesen und Schreiben bei, sondern erweist sich auch als herzensguter Mensch, der nicht anders kann, als einen Juden bei sich im Keller zu verstecken.







Tja, was soll ich schreiben? Zu diesem Buch gibt es schon so viele Meinungen und fast alle fallen wahnsinnig gut aus. Ich gebe zu, das war auch ein Grund, warum ich mir irgendwann dachte, dass ich es auch unbedingt einmal lesen muss und der Ansatz der Geschichte, dass sie vom Tod persönlich erzählt wird, gab dann den endgültigen Ausschlag.

Ich wurde von dem Buch auch nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil: Es nahm mich gefangen und berührte mich. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich es mir nach dem ganzen Hype der darum gemacht wurde, irgendwie noch spektakulärer vorgestellt hatte. Zwar wird die Geschichte theoretisch vom Tod erzählt, aber bis auf einige wenige Phrasen hätte es auch jeder beliebige andere allwissende Erzähler sein können, der die Geschichte von Liesl wiedergibt. Nach dem Klappentext hätte ich irgendwie erwartet, dass Liesl den Tod persönlich kennenlernt und irgendeine Beziehung zu dieser Person aufbaut, das geschieht allerdings nicht. Das tut der Geschichte aber keinen Abbruch, im Gegenteil, wahrscheinlich ist es besser so.

Besonders schön fand ich den Schreibstil und die Art und Weise des Autors, die Geschichte zu erzählen. An vielen Stellen wird schon vorab verraten, was bald geschehen wird oder wer bald das Zeitliche segnet. In jedem anderen Roman wäre das ein absolutes Tabu, doch hier geht es nicht um Spannungsaufbau, sondern darum, den Blick für das Unausweichliche zu schärfen. Und gerade mit dem Vorwissen, das man beim Lesen dann bereits hat, wird es umso intensiver, den Erlebnissen der einzelnen Charaktere zu folgen. Für mich ist dieser Punkt der wichtigste am ganzen Buch, denn dieses Talent, mit so viel Einfühlungsvermögen zu erzählen, hat längst nicht jeder Autor.

Auch ich reihe mich also in Masse der Empfehlungen ein und kann es jedem nur ans Herz legen, dieses Buch zu lesen!


Verlag: Blanvalet
Seiten:
608
ISBN: 978-3442373956
Preis: 9,95 € (Taschenbuch)
Erscheinungsdatum: 7. September 2009

Dienstag, 6. August 2013

Geburtstagsgewinnspiel - Teil 5













Mit etwas Verspätung gibt es nun den vorletzten Teil meiner Gewinnspielrunde. Ich habe es letzte Woche einfach nicht mehr geschafft, den Post fertigzustellen und am Wochenende hat die Arbeit gerufen. Gestern wäre dann eigentlich genug Zeit gewesen, aber drei Billys und zwei Bennos schrien ganz laut nach mir. Sie wollten aus ihrer Verpackung befreit, aufgebaut und befüllt werden. Jetzt habe ich eine halbe Bibliothek bei mir zu Hause und eigentlich war meine Hoffnung ja, dass ich dann wieder Platz für neue Bücher habe. Aber Pustekuchen. Nachdem ich alle Bücher eingeräumt hatte, die vorher hier in Stapeln rumlagen, sind die neuen Regale auch schon wieder fast voll. Also ist es an der Zeit, eines der Bücher heute an euch loszuwerden ;-)

Heute gibt ein Lesepaket mit gleich zwei Büchern zu gewinnen. Zum einen das Buch "Der letzte Engel" von Zoran Drvenkar und zum anderen den dazugehörigen Werkstattbericht, der euch einen Blick hinter die Kulissen der Entstehung des Buches werfen lässt. Ich habe den Bericht regelrecht verschlungen und war mir danach sicher, dass der Autor ein wirklich netter Mensch sein muss. Auf einer Lesung zu diesem Buch durfte ich ihn wenig später live erleben und mein erster Eindruck wurde verstärkt: Ein wirklich durch und durch sympathischer Autor, der es schafft, seine Lesung absolut unterhaltsam zu gestalten! Also wenn ihr mal die Gelegenheit haben solltet, Zoran Drvenkar live zu erleben, dann nichts wie hin! ;-)







 
Wenn es Engel wirklich geben würde, wie würdet ihr sie euch vorstellen?
(Aussehen, Charakter, Verhaltensweise ... eben was auch immer euch dazu einfällt)
 
 
 
Die Regeln 
  • Ihr müsst einen Wohnsitz in Deutschland, Österreich oder der Schweiz haben
  • Ihr müsst nicht Leser meines Blogs sein oder werden und auch keine Lose sammeln oder Werbung machen
  • Zur Teilnahme schreibt mir einfach einen Kommentar, in dem ihr meine Frage beantwortet
  • Und gebt mir am besten auch eine Kontaktmöglichkeit für den Gewinnfall, denn sollte sich der Gewinner nach einer Woche nicht bei mir melden, wird neu ausgelost 
  • Teilnahmeschluss ist der kommende Dienstag (13. August) um 12 Uhr. Im Laufe des Nachmittags gebe ich dann den Gewinner bekannt.


Und nun viel Glück! :-)

Freitag, 2. August 2013

Auslosung - Geburtstagsgewinnspiel Teil 4











Huch, da habe ich mich doch glatt um einen Tag verspätet. Eigentlich wollte ich die Auslosung ja immer Donnerstags machen, aber irgendwie habe ich da gestern total verplant. Meine Ausrede ist ein großer Ikea-Besuch mit einem halben Herzinfarkt an der Kasse - oder anders gesagt: endlich neue Bücherregale, um meineSchätze zu verstauen, die schon in zig Stapeln auf dem Boden lagern.
Nun möchte ich aber fix den Gewinner von "Ready Player One" bekannt geben, bevor ich zur Arbeit husche.


Und das Lesepaket mit
"Ready Player One" von Ernest Cline
hat gewonnen

   

Herzlichen Glückwunsch!
(Bitte schick mir deine Adresse an fireez(at)gmx.de)
 
 
Auf den fünften Teil des Gewinnspiels müsst ihr jetzt leider bis Montag warten, da ich am Wochenende nicht dazu komme. Aber es geht noch weiter, versprochen! :-)

Freitag, 26. Juli 2013

Geburtstagsgewinnspiel - Teil 4


Willkommen zum vierten Teil meines Geburtstagsgewinnspiels! Auch diese Woche bewegt sich das Thema des Buches im dystopischen Bereich. "Ready Player One" spielt in einer stark digitalisierten Welt und der Protagonist kämpft sich durch eine Computerspielwelt, um den großen Preis zu gewinnen. Passend zum Thema ist heute auch meine Gewinnspielfrage ausnahmsweise nicht auf Bücher ausgerichtet. Ich bin auf eure Antworten gespannt! :-)




 
Wie steht ihr zu Computerspielen? Spielt ihr gerne an Konsole oder PC? Welches Spiel hat euch bisher am besten gefallen?
(oder kurz gesagt: Ich hätte gerne ein paar Gedanken zum Thema Computerspiel von euch)
 
 
 
Die Regeln 
  • Ihr müsst einen Wohnsitz in Deutschland, Österreich oder der Schweiz haben
  • Ihr müsst nicht Leser meines Blogs sein oder werden und auch keine Lose sammeln oder Werbung machen
  • Zur Teilnahme schreibt mir einfach einen Kommentar, in dem ihr meine Frage beantwortet
  • Und gebt mir am besten auch eine Kontaktmöglichkeit für den Gewinnfall, denn sollte sich der Gewinner nach einer Woche nicht bei mir melden, wird neu ausgelost 
  • Teilnahmeschluss ist der kommende Donnerstag (01. August) um 12 Uhr 


Viel Glück!