Donnerstag, 6. März 2014

Rachel Ward - "Drowning"
























Carl war mit seinem Bruder Rob und dessen Freundin Naisha am See, doch alles woran er sich erinnern kann, ist der Anblick von Robs toten Körper, den man aus dem Wasser geborgen hat. Er weiß kaum mehr, wer er selbst ist und nur Stück für Stück kehrt seine Erinnerung an die Stunden am See zurück - und damit eine schreckliche Ahnung. Doch nicht nur seine Erinnerung kehrt zurück. Immer wenn Carl mit Wasser in Berührung kommt, sieht er Rob und hört ihn drohen, dass er der nächste sein wird. Und irgendwann ist das Wasser überall ...






In "Drowning" ist Wasser ein tödliches Element. Jedes Mal, wenn der Protagonist Carl damit in Berührung kommt, sieht er seinen Bruder Rob, der vor kurzem im See ums Leben kam. Er wird von ihm bedroht und mit jedem Mal, dass er erscheint, scheint er stärker zu werden. Doch nicht nur er selbst wird bedroht, sondern auch Naisha, Robs ehemalige Freundin, die ebenfalls mit am See war. Und so entwickelt sich neben der spannenden Geschichte um die Gefahr im Wasser auch bald eine Liebesgeschichte zwischen Carl und Naisha.

Am Anfang der Geschichte muss man zusammen mit Carl rätseln, wer er eigentlich ist, was passiert ist und wie die Zusammenhänge sind. Als er das erste Mal seinen toten Bruder im Wasser sieht, rätselt man noch, ob er wirklich da ist, oder ob es sich nur um eine Einbildung handelt, aber die Bedrohung durch das Wasser wird bald so real und so atmosphärisch beschrieben, dass man nicht anders kann, als Rob als reale Bedrohung zu sehen.

Leider schlägt die anfängliche Bedrohung bald in Langeweile um. Nämlich dann, wenn die gleiche Szene sich immer und immer wieder wiederholt. Da Rob nur erscheint, wenn Carl nass wird, sorgt die Autorin dafür, dass dies in ausreichender Menge geschieht. Klar, ab und zu sollte man sich mal waschen. Aber muss man denn gleich in eine volle Badewanne steigen, wenn man weiß, dass genau dieses Element bedrohlich ist? Irgendwann konnte ich die Szenen des nass-werdens dann schon ebenso gut selbst aufsagen und habe sie eher überflogen statt noch wirklich zu lesen. Und auch die Liebesgeschichte zu Naisha hat mich eher wenig berührt und wirkte zu konstruiert. 

Die Grundidee, dass die Bedrohung aus dem Wasser kommt, ist gut und in den Grundzügen auch gut umgesetzt. Leider hält sich die anfängliche Spannung nicht und die Figuren haben zu wenig Kontur, als dass man sich allein an ihnen festhalten könnte. 


Verlag: Chicken House
Seiten: 304
ISBN: 978-3551520524
Preis: 14,99 € (Taschenbuch)
Erscheinungsdatum: 22. November 2013
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