Donnerstag, 31. Januar 2013

Mara Lang - "Masken - Unter magischer Herrschaft"






Ferin ist 17 Jahre alt und soll endlich ihre Maske erhalten, die sie schön machen wird. Nichts hat sie in ihrem bisherigen Leben mehr ersehnt, als diesen Moment. Doch bereits einen Tag später fällt die Maske von ihrem Gesicht ab, wodurch sie zu einer der verfolgten Unmaskierten wird. 
Sie flüchtet in den Dschungel, wo sie auf andere Unmaskierte trifft und lernt dort, was es mit den Masken wirklich auf sich hat. Aber sie lernt auch, zu was sie selbst alles fähig ist und zusammen mit den Rebellen des Dschungels verfolgt sie das Ziel, die Herrschaft der Masken zu beenden.







"Masken" hat mich überrascht, und das im positiven Sinne. Ich hatte es zwar bei Erscheinen mit auf meinen Wunschzettel gesetzt, aber doch eher als ein "könnte man eventuell mal kaufen". Nun habe ich es geschenkt bekommen und auch gleich mal reingelesen und schwupps war ich mittendrin in der Geschichte und hatte die gut 600 Seiten schneller durch, als ich es gedacht hätte. Es war auch nicht so, dass ich es nicht mehr hätte aus den Händen legen können, aber doch meistens gut durchdacht und durchweg gut geschrieben.

Mit der jungen Ferin, die am Anfang ihre Maske bekommen sollte, kam ich am Anfang recht gut klar, allerdings nicht allzu lange, denn bereits nach wenigen Seiten wird sie von ihrer Familie getrennt, macht sich deswegen aber erstmal keinerlei Gedanken. Sie ist sehr egoistisch, was ich dann nicht mochte, im Laufe der Geschichte macht sie aber eine Entwicklung durch (was ja immer gut ist) und wird ein wenig offener für andere. 

Auf den ersten Seiten geht vieles Schlag auf Schlag und man wird für meinen Geschmack etwas zu schnell ins Geschehen gestoßen, aber das relativiert sich bald und spätestens als Ferin m Dschungel ankommt wird viel Tempo rausgenommen und nun geht es wiederum fast zu langsam vorwärts, bevor die Handlung am Ende wieder jede Menge Fahrt aufnimmt. Da hätte die Autorin die Ereignisse noch etwas besser verteilen können, aber wirklich gestört hat es auch nicht. 

Was ich hingegen störend empfand, war teilweise die Einfachheit, mit der die Charaktere auch durch die schwierigsten Situationen navigieren. Gerade gegen Ende war mir die Auflösung zu simple. Um nicht zu spoilern kann ich hier keine wirkliche Begründung liefern, aber ich habe halt die ganze Zeit gewartet, dass da noch mehr kommt, von dem, was die Autorin vorher so mühsam aufgebaut hat.

Insgesamt ist Masken ein solides erstes Werk der Autorin und absolut lesenswert. Es hat storytechnisch noch kleinere Schwächen, aber der flüssige Schreibstil macht vieles wieder wett und so hat man das Buch relativ zügig durchgelesen, ohne größere Längen oder Ähnliches überbrücken zu müssen.


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Verlag: Knaur
Seiten: 608
ISBN: 978-3426510094
Preis: 14,99 € (Taschenbuch)
Erscheinungsdatum: 1. März 2012 
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