Freitag, 28. September 2012

August Gold / Joel Fotinos - "Die drei Wünsche"

"Die drei Wünsche"
von August Gold & Joel Fotinos


Verlag: Knaur
Seiten: 240
ISBN: 3426662965
Preis: Unterschiedlich, da nur über Zweithändler (Hardcover)
Erscheinungsdatum: 6. Oktober 2008








In einem Satz:
Ein kleines Märchen, dass die Menschen dazu anhält, niemals den Kopf in den Sand zu stecken.

Inhalt:
Joseph Hutchinson lebt Ende des 19. Jahrhunderts mit seiner Frau und seinen beiden Kindern ein hartes aber glückliches Leben auf einer Farm. Ein Schicksalsschlag bringt ihn jedoch eines Tages an den Rand seiner Kräfte und nur durch die Hoffnung, die ihm eine kleine Gebetsschatulle schenkt, gelingt es ihm, sich wieder aufzurappeln und den Blick weiter nach vorne zu richten ...

Meine Meinung:
Es gibt diese Momente im Leben, da meint man, alles ginge den Bach runter und man möchte nur noch die Decke über den Kopf ziehen und nie wieder aufstehen. Was zieht einen Menschen dann aus dieser Tiefe wieder heraus? Richtig, die Hoffnung! Hoffnung, dass wieder bessere Zeiten kommen, Hoffnung, dass man alles Schlechte erst einmal hinter sich hat, Hoffnung, dass es Menschen gibt, die einem auch in der dunkelsten Zeit beistehen.

Joseph Hutchinson braucht genau das, als er vollkommen am Boden ist. Er findet seine Hoffnung in Form einer Gebetsschatulle, die er eines Abends in der Wand seines Hauses findet. Vor vielen Jahren wurde sie von einem Vorfahren dort versteckt, in der Hoffnung (jaaa, da ist sie schon wieder,die Hoffnung!), dass ein Nachkomme sie findet, wenn er sie am nötigsten braucht. Die Grundfunktion ist bald geklärt: Man steckt seine Gebete bzw. Wünsche in die Schatulle und hofft darauf, dass sie erfüllt werden. Das Notizbuch, das der Schatulle beiliegt, gibt aber auch Tipps, was nötig ist, damit sich ein Wunsch wirklich erfüllt. Sich öffnen und zuhören zum Beispiel.

Lange weiß man nicht, worauf die Geschichte überhaupt hinauslaufen soll und zwischendurch mutet alles doch etwas zu religiös an, da ständig von Gebeten und Ähnlichem die Rede ist. Aber im Endeffekt sind Gebete nichts anderes als Wünsche und als solche sollte man sie auch in diesem Buch sehen. Es hat mir gut gefallen, wie sich die Geschichte entwickelt hat. War es anfangs noch das Erzählen einer Familiengeschichte, so bekam sie später immer mehr märchen- oder fabelhafte Züge und genau so sollte man das Buch wohl auch sehen: Als eine Märchengeschichte, die sicher ihre ganz eigenen Übertreibungen hat, aber dennoch eine wunderbare Lektion lehrt. Man soll die Hoffnung nie aufgeben, man muss aber auch bereit sein, sich auf alle neuen Möglichkeiten einzulassen, die sich bieten, denn man kann nie wissen, wo sie hinführen oder in welcher Art der eigene Wunsch sich vielleicht erfüllt.



Keine Kommentare:

Kommentar posten