Mittwoch, 16. November 2011

Lauren DeStefano - "Totentöchter - Die dritte Generation"

Titel: "Totentöchter - Die dritte Generation"
Autor: Lauren DeStefano
Verlag: cbt
Seiten: 400
ISBN: 3570161285
Preis: 16,99 € (Hardcover)
Erscheinungsdatum: 19. September 2011

Anmerkung: "Totentöchter" ist der erste Teil einer Trilogie.









In einem Satz:
Eine Geschichte mit viel Potenzial, dass im ersten Teil definitiv noch nicht genu ausgeschöpft wurde und viel Hoffnung für die beiden anderen Teile lässt.

Inhalt:
Rhine ist 16 Jahre jung, schön und verloren, denn in vier Jahren wird sie sterben. Dank eines fehlgeschlagenen genetischen Experiments wird in ihrer Welt kein Mädchen älter als 20, kein Junge älter als 25. Die angespannte Situation führte dazu, dass wohlhabende, junge Männer mehrere Frauen besitzen um mit ihnen Nachkommen zu zeugen. Und auch Rhine wird an einen solchen Hausherren verkauft und soll fortan mit zwei anderen Frauen eingesperrt in seinem Haus leben. Doch so leicht will sie sich ihrem Schicksal nicht fügen ...

Meine Meinung: 
Lange habe ich mich schon auf "Totentöchter" gefreut. Allein das Cover ist einfach genial (ja, ich bin einer dieser Leser, die sich wahnsinnig vom Cover locken oder abschrecken lassen) und die Inhaltsangabe klingt neuartig, interessant und spannend. Als erster Band einer Trilogie um die "Dritte Generation" der genetisch kaputten Kinder ist das Buch sicher ein guter Einstieg, allerdings auch ein wenig zu unspektakulär, als dass es wirklich meine Erwartungen erfüllt hätte. Da ist noch eine Menge Raum nach oben und ich hoffe einfach, dass der Folgeband das aufholt und die Geschichte dann so richtig Fahrt aufnimmt.

Dieser gesamte erste Teil befasst sich damit, wie Rhine von ihrem Zwillingsbruder getrennt und mit einem wohlhabenden jungen Mann zwangsverheiratet wird. Es scheint für sie keinen Ausweg aus dem vollkommen abgeschotteten Anwesen zu geben, doch wie dem berühmten Vogel im goldenen Käfig wird ihr das Leben so angenehm wie möglich gestaltet. Es werden alle Annehmlichkeiten beschrieben und auch die Unannehmlichkeiten dagegen aufgewogen, aber was mir dabei gefehlt hat war Rhines Gefühlwelt. Sie sagt, sie vermisse ihren Bruder, aber nicht wie sehr sie ihn vermisst. Sie lässt Linden, ihren Ehemann, wiederwillig an sich heran und beschreibt, was sie dabei denkt, aber nicht was sie fühlt. Und so ließen sich zahlreiche Szenen aufführen. Ich bin niemand, der seitenweise Gefühle beschrieben haben möchte, aber eine solch kalte Beschreibung der Situation muss dann auch nicht sein.

Die Charaktere blieben mir durchweg zu blass, zu fremd, zu einseitig. Ich habe keinen von ihnen wirklich gemocht oder gehasst. Ich hatte nicht einmal eine Meinung dazu, ob Rhine nun fliehen soll oder nicht, da es ihr ja eientlich gut ging. Schlimme Sachen sind eigentlich immer nur anderen passiert und wurden auch dann nur angedeutet. Vielleicht hätte man den Stoff doch eher für Erwachsene schreiben sollen. So scheint es, als habe sich die Autorin unter dem Deckmantel des Jugendbuches an einige Tatsachen nicht rangetraut, die rein logisch einfach hätten folgen müssen. Alles wirkt weichgewaschen und dadurch etwas zu lasch.

Dennoch ist "Totentöchter" gut geschrieben und liest sich flott weg. Es gibt keine unnötigen Längen und immer passiert etwas anderes, so dass man immer weiterlesen will. Die reine Neugier treibt einen weiter auch wenn das direkte Mitfiebern etwas auf der Strecke bleibt. Das Ende ist kein wirklicher Clifhanger, was ich recht angenehm fand. Ein Teil der Geschichte endet hier, auch wenn noch ein paar Fragen offen bleiben. Band zwei werde ich auf jeden Fall auch lesen, fiebere ihm aber nicht mehr so sehr entgegen, wie ich es bei diesem Teil getan habe.


Kommentare:

  1. das Buch steht auch schon einige Zeit auf meiner Wunschliste x3

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  2. Na Weihnachten ist ja nicht mehr allzu weit entfernt ;)

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